Liebe Tierfreunde,
Ich bin für jeden gerne Psychiater, Detektiv, Anwalt, Seelsorger und Mutter Teresa. Gerne helfe ich beim Abbau langfristig aufgestauter Aggressionen.
Ich ernähre mich buchstäblich von Druck von allen Seiten, falschen Anschuldigungen und Beleidigungen und bin mental darauf angewiesen, komplett von allen runtergeputzt zu werden.
Ich bin in der Lage, gleichzeitig drei Telefonate... anzunehmen, 8 Anfragen zu beantworten, dabei 5 VKs zu suchen und den kompletten Bestand an Tieren in allen Tierheimen auswendig aufzusagen. Ganz nebenbei kann ich zwei Kollegen Auskünfte erteilen, die Übergabe von drei Tieren koordinieren, die Einhaltung aller Termine sichern und einen neuen Transport für die nächste Woche planen.
Ich besitze die Fähigkeit, die Adoptanten am Telefon auch nach mehreren Jahren an der Stimme zu erkennen und mittels meiner außergewöhnlichen Talente die Wünsche des Adoptanten in Bezug auf das gewünschte neue Haustier nach Rasse, Eigenarten, gesundheitlichem Stand, Farbe, Größe und notwendigen Gegebenheiten zu erkennen, ohne dass er mir diese mitteilen muss.
Ich erkenne den Anspruch an einen guten Tierschützer an, dass, wenn ein Interessent ein Tier lange reserviert hat, klar ist, dass er es dann doch nicht will und natürlich bei einer anderen Organisation eines gefunden hat - wobei natürlich egal ist, dass man dem Tier die Zeit genommen hat, ein neues Zuhause zu finden.
Ich diskutiere gerne stundenlang mit Menschen über die Notwendigkeit einer artgerechten Haltung und warum Schutzgebühren notwendig sind, aber natürlich sollten wir alle unsere Tiere verschenken und geimpft, gechipt, kastriert, entwurmt und natürlich kostenlos mit Flugzeugen zu euch direkt vor die Haustüre bringen. Das ist alles kein Problem!
Ich habe jedes erdenkliche Tier schon mal über längere Zeit privat betreut und bei der Geburt und Betreuung all dieser Tiere assistiert. Aus diesem Grunde habe ich natürlich die anatomischen Eigenheiten und alle zu beachtenden Eigenschaften aller Tiere im Ausland jederzeit und vollständig im Kopf und ich weiß zu jedem erdenklichen Problem mindestens drei verschiedene Möglichkeiten, dieses zu beheben. Die verbale Beschreibung eines Problems genügt und führt somit automatisch zur Lokalisierung desselben.
Ich bin allein verantwortlich für nicht erfolgte Rückrufe unseres gesamten Teams, für die telefonische Nichterreichbarkeit der Fluggesellschaften, der VKs oder der zuständigen Helfern vor Ort, für jedes Problem der Tiere, auch bin ich verantwortlich für die permanent schlechte Wirtschaftslage, für die aktuelle Bundesregierung, für die letzten Bundesligaergebnisse und natürlich für das schlechte Wetter.
Ich kann singen, schauspielern und tanzen, ersetze nicht nur den Infoschalter, sondern auch Post, Telefonauskunft und Internet. Ich kenne keine freien Tage und arbeite ehrenamtlich – am liebsten nach 19.00 Uhr oder Sonntagnachmittags und Samstagabend. Persönliche Freizeit ist für mich schier unerträglich und Freunde, Verwandte und Hobby oder gar ein intaktes Familienleben stören mich nur.
Kurz - ich bin Tierschützer!
(Kopiert)
Am 5. Juni 2025 durften wir einen ganz besonderen Moment erleben: Unsere Tierschutzlehrerin Nadine Leisch wurde mit dem Tierschutzpreis des Landes Rheinland-Pfalz für ihre Jugendtierschutzarbeit ausgezeichnet!
Diese Ehrung bedeutet uns unglaublich viel – nicht nur für Nadine persönlich, sondern für das gesamte Team des Eifeltierheims, den Förderverein und natürlich für alle Kinder und Jugendlichen, die sich mit so viel Herz für Tiere engagieren.
Gemeinsam mit zwei weiteren großartigen Projekten – Hilfe für Herdenschutzhunde / Mirjam Cordt und der Animal Sunshine Farm – durften wir diese Auszeichnung entgegennehmen. Es war eine große Überraschung und eine riesige Freude!
Noch vor drei Jahren war Jugendtierschutz in unserem Tierheim und im Landkreis Bernkastel-Wittlich kaum ein Thema. Doch mit dem Abschluss von Nadines Ausbildung zur Tierschutzlehrerin Ende 2022 begann eine neue Reise:
Wir starteten mit Kinder- und Jugendaktionen, die inzwischen fester Bestandteil unserer Arbeit geworden sind.
Mehr als 100 Kinder haben bereits das Katzendiplom absolviert, fast ebenso viele das Hundediplom. Bei Ausflügen (z. B. zu TIERART), bei der Wintervogel-Rallye oder in Workshops zur artgerechten Tierhaltung setzen sich die Kinder aktiv mit Tierschutzthemen auseinander.
Unsere TiER-KiDS sind heute ein fester Bestandteil des Tierheims – und ihre Zahl wächst stetig. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen entwickelt sich kontinuierlich weiter, etwa mit der Junior Uni Daun oder der Tierschutzgruppe der IGS Salmtal.
Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen auf spielerische Weise Empathie, Verständnis und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln – damit sie lernen, wie sie selbst aktiv zum Schutz von Tieren beitragen können. Denn sie sind die Tierschützer:innen von morgen.
Sicherung nach 17 Tagen an der Autobahn geglückt.
20. März - Internationaler Tag des Glücks – Happy End für Baghira!
Baghira, eine nachtschwarze Wohnungskatze, verschwand am Autobahnparkplatz Schalkenmehren an der A1. Auf der Durchreise von der Ukraine nach Frankreich lief sie in der Nacht vom 3. März in die Dunkelheit hinaus – und wurde trotz langer Suche von ihrer Besitzerin nicht gefunden.
Gleich am nächsten Tag wurde der Hilferuf der Besitzerin im Tierheim Altrich gemeldet. Daraufhin schaltete sich die Ehrenamtlerin Nina ein, die gleich ihr Pfotenengel-Team "Tiersicherung" mobilisierte. Die Pfotenengel sind eine private und vereinsunabhängige Gruppe mit Ehrenamtlichen, die sich im Kreis Cochem und mittlerweile bis zu 80 Kilometer rund um Kaisersesch dem Tierschutz verschrieben haben. Mit ihrer Kollegin Elke fuhr Nina eine Stunde nach Eingang der Meldung zur Entlaufstelle für eine Ortskontrolle. Parallel wurden weitere Ehrenamtliche aus ihrem Team aktiviert, das sich auf solche schwierigen Sucheinsätze spezialisiert hat - denn hier sind viel Geduld, Taktik und Feingefühl gefragt. Schnell war allen klar, dass für diese Aufgabe nicht nur eine oder zwei Personen nötig waren, so dass Pfotenengel Hannah und Jenny sich sofort bereit erklärten, im Hintergrund alle notwendigen Schritte für die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden/Stellen einzuleiten.
Die nächsten Tage waren geprägt von intensiver Suche. Jeden Tag bis zu 10 Stunden – oft vor und nach dem eigenen Arbeitstag, oft bis spät in die Nacht und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt suchten die Ehrenamtlichen Hinweise nach Baghira. An der Entlaufstelle richteten sie überwachte Futterstellen ein und kontrollierten sie täglich. Parallel veröffentlichten sie in den Medien Suchmeldungen, hängten weitläufig Flyer auf und informierten Anwohner in der näheren Umgebung.
Durch die gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen waren mehrfach auch Suchhunde vor Ort. Zusätzlich unterstützte ein Drohnenpilot des Vereins „Suchhunde & Kitzrettung Adenau am Nürburgring e.V.“ die Suche. Das Team vermutete, dass die Hauskatze sich nicht allzu weit vom Entlaufort entfernen würde – und tatsächlich bestätigten die Hunde diese Vermutung, so dass die Pfotenengel ihre Suche und die Hoffnung nicht aufgaben. Mehr als zwei Wochen war Nina mit bis zu vier Doppelteams rund um die Entlaufstelle vor Ort. Irgendwo musste Baghira sein!
Nächtelang saßen die Pfotenengel auf dem Parkplatz auf der Autobahn und im angrenzenden Feld. Teilweise zu Fuß, aber auch von ihrem Überwachungsposten aus wurde mit Wärmebildkameras, Nachsichtgeräten und Ferngläsern die Gegend weitläufig abgesucht. So vergingen die Wochen mit der Suche nach einem Phantom, doch Baghira blieb wie vom Erdboden verschluckt.
Dann erschien nach zwei Wochen plötzlich eine Katze auf den Überwachungsbildern! Der zweite Einsatz mit Drohne und Wärmebildunterstützung hatte am 15. Tag den Durchbruch gebracht - und Baghira wurde sofort eindeutig identifiziert. Leider bestätigte sich die schlimme Befürchtung, dass Baghira offensichtlich regelmäßig die Autobahn überquerte. Nachts hielt sie sich in der Nähe der Entlaufstelle auf, um dort auf ihr Frauchen zu warten, ging aber tagsüber zum „Schlafen“ auf die andere Autobahnseite, die weniger hektisch war.
Voll neuer Hoffnung verbrachten unsere Ehrenamtlichen zwei weitere Tage damit, vor Ort immer wieder nach Baghira zu suchen. Am 17. Tag der Suche schließlich war es so weit: Frühmorgens sahen Nina und Jessy sie auf einmal an einem Weg sitzen! Sofort wurden mehrere Lebendfallen gezielt im Gebiet aufgestellt, und dann hieß es warten und hoffen.
Einige Ehrenamtliche überwachten sicherheitshalber den Autobahnparkplatz, während Nina und Jessy, später auch Elke, geduldig über 12 Stunden im Feld saßen und im Stundentakt die Fallen kontrollierten, denn Lebendfallen dürfen niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Mit Wärmebildkameras, Ferngläsern, Funk-Überwachungskameras und Nachtsichtgeräten konnten sie aus sicherer Entfernung alles im Blick haben. Um 21 Uhr schließlich schnappte die Falle zu!
Als reine Wohnungskatze (und dann noch mit Halsband und Glöckchen) hatte Baghira in der freien Wildbahn eigentlich kaum Überlebenschancen, denn entgegen der landläufigen Meinung können Hauskatzen nicht allein auf Dauer in der Natur überleben. Nur dank des unermüdlichen Einsatzes der Ehrenamtlichen konnte sie nach 17 Tagen lebend und sogar in einem verhältnismäßig guten Zustand gesichert werden. Noch in der Nacht wurde sie mit einer Infusion versorgt und zog dann bei Pfotenengel Jessy ein, die eine erfahrene Pflegestelle ist. Dort erholt sich Baghira erst einmal von ihren unfreiwilligen Strapazen und bekommt Aufbaunahrung, damit sie ihr verlorenes Gewicht wieder zunehmen kann.
Nach insgesamt über 4000 km hin zum Einsatzort (auf eigene Kosten, denn Tierschutz ist Ehrenamt!) und bis über 100 Stunden, die jede einzelne Person investiert hat, hat sich die Hartnäckigkeit des Pfotenengel-Teams mehr als gelohnt! Auch wenn manchmal kaum Hoffnung bestand, hat sich wieder gezeigt, warum Aufgeben keine Option ist. Deshalb geht ein großes Dankeschön an unsere Pfotenengel!!! Ob Nina und Elke als Einsatzleitung und 24/7 im Einsatz, Jessy & Jessy vor Ort, Hannah im Backoffice, Irene & Anja im Autobahn-Team, Jenny im Backoffice und aktiv vor Ort, Frank als Helfer, und natürlich Susi & Michael (Suchhunde & Kitzrettung Adenau am Nürburgring e.V., sowie Drohnenpilot) – ohne ihr Engagement für den Tierschutz wäre eine erfolgreiche Sicherung nicht möglich gewesen.
Nicht nur bei Baghira helfen die Pfotenengel unentgeltlich: bei Such- und Sicherungseinsätzen vor Ort an der Entlauf- oder Fundstelle, aber auch z.B. bei der Beratung hilfesuchender Besitzer, deren Tiere vermisst werden – egal ob Hund, Katze, Pferd, Schaf oder Schildkröte! Sie arbeiten dabei auch mit den zuständigen Behörden, Tierheimen/-schutzvereinen, Pettrailern (Suchhunden), Drohnenpiloten, Jägern/Jagdpächtern, Polizei, Feuerwehr, THW und anderen Stellen zusammen. Sie reagieren in der Regel sofort, sind im Notfall 24/7 telefonisch erreichbar (Pfotenengel Nina +4915783679221 oder Elke +491735226369) und je nach Einsatz auch sofort einsatzbereit. Kein Wunder, dass sie in den letzten vier Jahren immer bekannter geworden sind!
Wer die Arbeit im Tierschutz und das Engagement der Pfotenengel unterstützen möchte, darf gerne unter dem Verwendungszweck „Baghira“ etwas zu den entstandenen Benzinkosten beisteuern. Darüber würden sich alle Pfotenengel sehr freuen - und wir freuen uns jetzt erst einmal, dass es Baghira gut geht!
Euer Eifeltierheim Altrich, der Förderverein Eifeltierheim e.V. und die Pfotenengel
Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende auf unser Vereinskonto:
Spendenkonto:
Förderverein Eifeltierheim e. V.
IBAN: DE33 5875 1230 0032 1295 20
BIC: MALADE51BKS
Sparkasse Mittelmosel
Verwendungszweck „Baghira“